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die Lok

Jubiläumsfolder

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Die 52.4984 wurde am 9. Februar des Jahres 1944 von der Maschinenbau- und Bahnbedarfs AG (ex Orenstein & Koppel) in Potsdam-Babelsberg an die Deutsche Reichsbahn abgeliefert. Zumindest bis 1944 fuhr die Lok in der Reichsbahndirektion Osten mit Sitz in Frankfurt (Oder). Im Jahr 1945 ist die Lok von der Deutschen Reichsbahn an die JZ  (Jugoslawischen Staatsbahnen) übergegangen und wurde 1946 in Belgrad ausgebessert. In ihrer neuen Heimat wurde sie von 52 4984 auf 33.227 umnummeriert und versah seitdem ihren Dienst unter dieser Bezeichnung in Zidani Most und Crveni-Krst. Im Jahr 1974 bekam die Lok eine zunächst letzte Hauptausbesserung und wurde danach in Kosovo-Polje als strategische Reserve konserviert abgestellt. Bis zu diesem Datum legte die Lok unter Regie der JZ über 1.180.000 km zurück. Erst im Jahr 1991 wurde sie zur Verschrottung freigegeben und ins Stahlwerk Jessenice gebracht. Von dort aus konnte die Lok mit fünf weiteren Lokomotiven der Reihe 33 JZ (ÖBB/DRB 52) zunächst nach Strasshof überstellt werden. Im Besonderen durch die Initiative des Eisenbahnmuseums Knittelfeld, allen voran Herr Dietmar Rauter, konnte die 52.4984 (ex 33.227) am 7. März 1993 nach Knittelfeld überstellt werden. Dort bekam sie eine Kesselreparatur und eine Rauchkammererneuerung in der Hauptwerkstätte. Schon am 30. November desselben Jahres wurde die Kesselprobe und am 26. März 1994 die erste Probefahrt von Knittelfeld nach Zeltweg durchgeführt. Nach der Probefahrt folgte eine Leistungsprobefahrt und eine Pressefahrt, bei der die Lok am 13. April durch ÖBB-Dir. DDr. Hans Lentner offiziell in Betrieb genommen wurde. Seitdem fuhr die alte Dame für das Nostalgiepublikum unter der Flagge der ÖBB. Erst am 17.02.2009 endete durch den Verkauf der Lok, von der ÖBB PV AG zum VdEA (Verband der Eisenbahn Akademiker), die Normalspur-Dampfära der ÖBB. Seit diesem Zeitpunkt bemühen sich der VdEA und das Lokteam gemeinsam um das Wohl der Dampflokomotive.


In den nächsten Zeilen möchten wir Ihnen den Erhaltungsaufwand einer Dampflok etwas näher bringen:


Vor Beginn jeder Saison ist es unerlässlich, die Lok wieder in einen 1A-Zustand zu versetzen. Als erstes werden technische Mängel lokalisiert, welche die Lokbesatzung im Laufe der vorherigen Saison festgestellt hat und welche nicht sofort repariert werden konnten. Nach der Beseitigung dieser Mängel kann mit dem Austauschen oder Reparieren der für den Betrieb einer Dampflok wichtigen Einrichtungen, wie Feuermauer, Roststäbe usw., begonnen werden. Wenn alle technischen Reparaturen erledigt wurden, geht es über zu den optischen Ausbesserungen (Austausch von Blechteilen, Lackierarbeiten etc.) Nach Erledigung aller Arbeiten, in der Regel haben wir dafür von Anfang Jänner bis Mitte April Zeit, wird die Lok einer Kessel- und technischen Prüfung unterzogen und so ihre Betriebsfähigkeit bescheinigt
Nach Erhalt dieser Bescheinigung kann die Lok für Sonderzüge eingesetzt werden. Aber auch jetzt nimmt SIE viel Zeit in Anspruch! Vor jeder Fahrt müssen alle Schmiergefäße aufgefüllt, Aschenkasten und Rauchkammer gesäubert und anfallende kleine Mängel, wie Undichtheiten etc., beseitigt werden. Wenn das alles erledigt ist, kann es zum Anbrennen gehen. Hierfür ist Können und Fingerspitzengefühl für den richtigen Vorgang unerlässlich! Wenn diese Arbeiten nach ca. acht bis zwölf Stunden abgeschlossen sind, geht es in den Bahnhof zum bereitstehenden Zug und dessen Fahrgästen, die schon ungeduldig auf die alte Dame warten.
Sie sehen, all diese Arbeiten verlangen viel Zeit, die wir uns neben unseren Hauptberufen nehmen, um sie ordnungsgemäß erledigen zu können!
Zu dieser Gelegenheit passend, möchten wir Ihnen das Video „Vergangenheit in der Gegenwart“ vorstellen, welches Ihnen die „Winterarbeiten“ und den Betrieb unserer Dampflok besser verdeutlichen soll. Viel Spaß beim folgenden Film!

 

 

 

Aktualisiert am 31.08.2011